Kleinunternehmer? Umsatzsteuerpflichtig?

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Kleinunternehmer? Trotzdem alle Gewinne melden! Umsatzsteuerpflichtig? Bloß die Fristen beachten!

War das angenehm mit der Kleinunternehmerregelung. Keine Umsatzsteuer ausweisen, eventuell weniger als 17.500 Euro im Jahr verdient … und mit dem Finanzamt oft nix am Brett. Wie sagt: War. Denn seit dem Jahr 2018 ist alles anders. Jetzt bringt die Kleinunternehmerregelung bei der Einkommensteuererklärung keine Erleichterung mehr. Das heißt konkret: Jeder, der Einkünfte aus selbstständiger Tätigkeit oder mit einem Gewerbebetrieb erzielt, muss seinen Gewinn gegenüber dem Finanzamt erklären. Ganz egal, wie hoch oder niedrig die Betriebseinnahmen sind. Dafür gibt es eine eigene Anlage in der Steuererklärung (natürlich!) und die heißt EÜR.

Diese müssen Kleinunternehmer nun mit abgeben. Und zwar auch schon, wenn sie ihre Steuererklärung für das Jahr 2017 einreichen. So will es das Bundesfinanzministerium. Formlose Einnahmen-/Überschussrechnung? Nö, reicht nicht mehr.

Jetzt aber schnell

Übrigens: Die Abgabefrist für die Steuererklärung ist im Jahr 2018 noch Ende Mai. Also jetzt Gas geben! Im nächsten Jahr können Sie sich dann etwas mehr Zeit lassen, denn ab 2019 haben Unternehmen bis Ende Juli Zeit, ihre Steuererklärung inklusive des ausgefüllten EÜR-Formulars einzureichen. Besonders wichtig ist für jeden, der seine Steuererklärung selbst macht, dass er pünktlich damit kommt. Denn sonst kann das Finanzamt zulangen und Verzögerungszuschläge erheben – übrigens auch, wenn aufgrund der Erklärung gar keine Steuer anfällt oder Sie sogar Geld zurückbekommen. Einfach nur wegen des Zuspätkommens.

Dabei zählt jeder Monat. Denn für jeden angefangenen Monat, den Sie mit Ihrer Steuererklärung zu spät kommen, zahlen Sie 25 Euro nach. Oder 0,25 Prozent der möglichweise fälligen Steuernachzahlung. Ab 2019 wird der Verspätungszuschlag in jedem Fall automatisch fällig.

Auch bei der Umsatzsteuervoranmeldung gilt: Pünktlich sein!

Sie sind kein Kleinunternehmer und führen Umsatzsteuer ab? Dann müssen Sie das Thema Fristen einhalten richtig ernst nehmen. Umsatzsteuervoranmeldung zu spät abgegeben? Kann direkt Ärger mit der Bußgeld- und Strafsachenstelle des Finanzamtes geben. Haben Sie womöglich leichtfertig oder gar mit Vorsatz Steuern verkürzt? Unrichtige und/oder unvollständige Angaben gemacht? Das dürfen sie dann alles mal schön erklären, wenn Sie die Fristen nicht beachten. Denn rein juristisch betrachtet kann man diese Verspätung genau genommen als eine Steuerhinterziehung auf Zeit betrachten.

Also: Lässt sich alles umgehen. Wenn sie die Fristen einhalten.

Fragen dazu? Sprechen Sie mich einfach an!