Einkommensteuer – Ja, wie denn jetzt? Und wann? Und überhaupt!

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Was Sie zur Einkommensteuer vielleicht annehmen. Und was stimmt. Teil 1.

Mediale Vielfalt? Ist ja gut und schön. Wenn denn das, was da jeden Tag, nein, jede Stunde, nein, jede Minute, immer wieder neu verzapft wird auf allen Kanälen, auch fundiert wäre. Ist es leider nicht immer. Und deshalb wird zum Thema Einkommensteuer auch regelmäßig so manche Ente in die Welt gesetzt. Damit räumen wir jetzt mal auf. Los geht’s.

Was viele glauben:

„Hilfe! Heute ist schon der 30. Mai! Und ich muss meine Einkommensteuer vom letzten Jahr doch bis zum 31. Mai abgegeben haben!

Was wir wissen:

Ja, müssten Sie – aber nur, wenn Sie die Steuererklärung selbst erstellen würden. Machen Sie nicht, machen wir ja für Sie. Und wir haben bis zum 31. Dezember des jeweiligen Kalenderjahres Zeit. Was natürlich nicht heißt, dass Sie erst nach Weihnachten mit Ihren Unterlagen ankommen sollen! Die brauchen wir schon bis spätestes Juni, um alles in Ruhe aufbereiten, wichtige Fragen klären, eventuell Unterlagen nachfordern und Ihnen schon mal eine Einschätzung geben zu können, was Sie am Ende an Nachzahlung oder Rückerstattung zu erwarten haben.

Was viele glauben:

„Das Finanzamt hat meine Steuerschuld oder -rückerstattung geschätzt! Da kann ich mir die Steuererklärung ja sparen.“

Was wir wissen:

Uaahh! Willkommen bei einem der schlimmsten Irrtümer überhaupt. Und der kann teuer werden. Denn umgekehrt wird doch ein Schuh draus: Erst, wenn Sie alle Abgabefristen (siehe oben) haben verstreichen lassen, das Finanzamt also nix zum Prüfen hat, muss es schätzen. Und dies führt dann gerne mal, Sie ahnen es, zu einer deutlich höheren Steuer. Zudem kann das Amt auch Zwangsmaßnahmen ergreifen, die richtig kosten. Und es behält sich oft eine Nachprüfung vor. Ist das der Fall, haben Sie eine zweite Chance: Schnell die korrekte Steuererklärung nachreichen. Und der Stress hat ein Ende.

Was viele glauben:

Juhu! Eine fette Steuererstattung. Dann ist ja alles durch. Los, lass uns die Kreuzfahrt buchen!

Was wir wissen:

Ja, buchen Sie gerne – aber erst, nachdem wir Ihren Steuerbescheid noch einmal genau geprüft haben. Denn auch bei einer Erstattung können sich ja Fehler eingeschlichen haben. Womöglich wurde dies und jenes zu Unrecht anerkannt. Das kann sich wiederum in den Folgejahren auswirken. Und zwar nicht unbedingt positiv. Deshalb: Selbst, wenn der Bescheid genau die Steuerrückzahlung ausweist, die wir auch im Vorfeld für Sie errechnet hatten – lassen Sie ihn durch uns noch einmal final prüfen.

Was viele glauben:

„Ich habe mein Geld ja die letzten drei Jahre in Spanien und Amerika verdient – und muss das in Deutschland nicht versteuern!“

Was wir wissen:

Ja, denkste. Ganz im Gegenteil. Grundsätzlich müssen Sie alles, was Sie verdienen, und zwar überall auf der Welt, erst einmal versteuern. Das Ganze nennt sich Welteinkommensprinzip. Nicht nur das: Die Spanier und Amerikaner in unserem Beispiel hätten ja auch gerne Ihre Steuern. Damit Sie nun nicht doppelt zur Kasse gebeten werden, gibt es zum Glück einige Sonderregelungen. Zum Beispiel die Doppelbesteuerungsabkommen, die Deutschland mit zahlreichen Partnerländern vereinbart hat. Sprich: Ihre Dollars und Euros versteuern sie zu einhundert Prozent – und zwar in Deutschland. Dabei wird Ihnen aber das angerechnet, was Sie im Ausland schon gezahlt haben. Ganz schön kompliziert das Ganze, finden Sie? Nicht für uns. Deshalb: Teilen Sie uns bitte genau mit, ob, wann und wie viel Geld Sie im Ausland verdient haben. Und wir regeln den Rest für Sie.